Diabetes

Herbert/ 54 Jahre
Mein Mann Herbert ist seit 33 Jahren Diabetiker. Mit Tabletten, Ernährung und Sport versuchte er seine Werte zu regulieren. Diese schwankten je nach körperlicher und psychischer Anstrengung sehr stark. Trotz einiger Tiefpunkte (Langzeitwert 12), verweigerte er eine sofortige Einlieferung, sowie die Insulinspritzen.
Seit dieser Zeit achtet er immer sehr auf die Ernährung (Vollwert, viel Gemüse + Salate), sowie auf regelmäßige Bewegung und erreichte damit einen Langzeitwert von 8. Seit 7 Monaten behandle ich ihn fast jede Woche. Da er kalte Füße hatte, sowie Probleme mit Hüfte, Knie und Nacken, führte ich in dieser Zeit alle Behandlungsmöglichkeiten durch. Schwerpunkt war der Atembereich. Herbert fühlte sich von Woche zu Woche wohler, wurde immer ausgeglichener und leistungsfähiger. Obwohl er in dieser Zeit manchmal ordentlich zulangte, auch bei Süßigkeiten, wurde sein Tagesprofil immer ausgeglichener. Die halbjährliche Kontrolle nahm er gelassen hin. Er hatte keinerlei Beschwerden mehr und wieder warme Füße. Bei dieser Kontrolle war zu seiner Freude, der Langzeitwert auf 6 gesunken.

E. S.,Heiligenkreuz



Diabetes, offene Stellen an Knöchel und Zehen

Hausfrau/Pensionistin 67 Jahre,

Beschwerden: insulinpflichtiger Diabetes
(schwer einzustellen, häufige Schwankungen zwischen den Werten 360 und 70)
Wundheilungsstörung durch den Diabetes (dadurch eingeschränkte Bewegungsmöglichkeit)
Arteriosklerose (Carotis dilatiert)
Herzinsuffizienz (Bypass-OP)
Lungeninsuffizienz (braucht in der Nacht und bei größeren Anstrengungen Sauerstoff)
Ödeme in den Beinen
Adipositas


Der Diabetes begann etwa mit 57 Jahren. Durch die äußeren Umstände (Klientin betreut Haus und Garten) wird der Krankheit wenig Beachtung geschenkt und nur die notwendigsten Therapien befolgt. So stellen sich nach und nach die angeführten Beschwerden ein, Krankenhausaufenthalte werden immer häufiger, Kuraufenthalte zeigen anfangs kurzzeitige Besserung, später müssen diese wegen Kuruntauglichkeit abgebrochen werden. Seitens der ärztlichen Betreuung wird der Klientin nur mehr wenig Hoffnung auf Besserung attestiert, da die Entgleisungen nicht zu korrigieren sind.

Die Klientin hört von meiner Ausbildung zum BOWEN-Anwender, schildert ihre Probleme und ersucht mich, die BOWEN-Technik bei ihr anzuwenden.

Behandlung: Durch den relativ schlechten Gesundheitszustand der Klientin will ich sehr behutsam beginnen
und verlängere auch bewusst die Pausen von zwei auf drei bis vier Minuten. Die Klientin ist nach dem Behandlungsende sichtlich enttäuscht, obwohl ich ihr anfangs die Technik sehr genau geschildert und den Sinn der Pausen erklärt habe. Ich mache die Klientin darauf aufmerksam, dass sich die Behandlung wahrscheinlich über einen langen Zeitraum erstrecken wird, bis eine Besserung eintritt und frage sie nochmals um ihre Bereitwilligkeit. Sie möchte dann doch die Behandlung fortsetzen.

2. Behandlung:
Zu Beginn gibt die Klientin auf meine Fragen hin an, keine wesentliche Veränderung in ihrer Befindlichkeit feststellen zu können.

Behandlung:
Gleich am Anfang teilt mir die Klientin mit, dass sie sich sehr gut fühle. „Ich nehme ja auch genug Medikamente – die müssen ja einmal helfen!“ Einen Zusammenhang zwischen ihrem geringfügig gebesserten Allgemeinzustand mit BOWEN will sie nicht herstellen.

Behandlung:
Die Klientin sieht sich nach der letzten Behandlung in der Lage, die anfallende Gartenarbeit zu verrichten. Seitdem fühlt sie Schmerzen unter dem rechten Schlüsselbein. Außerdem haben sich durch das dabei getragene Schuhwerk die Läsionen an den Zehen vergrößert, sodass sie ihre Wohnräume wieder nicht verlassen kann.
Ich frage sie, welches von den vielen Beschwerden ihr hauptsächlichstes Problem darstellt. Die Klientin gibt als Antwort: „Wenn ich nicht aus dem Haus komme, bin ich ein halber Mensch!“ Ich vereinbare also mit ihr, den Schwerpunkt der Behandlung auf die Wiederherstellung ihrer Füße zu legen.

Behandlung:
Die offenen Stellen an den Zehen und Knöcheln haben sich schmerzmäßig geringfügig gebessert, außerdem habe ich den Eindruck, dass die Wundränder nicht entzündet, sondern gut durchblutet sind. Begeistert ist die Klientin jedoch von der Schulter, wo sie kaum noch Schmerzen spürt.

Behandlung:
Klientin hat sich schon auf mein Eintreffen gefreut. Sie berichtet mir über ihr gutes körperliches Wohlbefinden, in der rechten Schulter ist sie gänzlich beschwerdefrei und die offenen Stellen an den Füßen verursachen ebenfalls keine Schmerzen mehr. Dann zeigt sie mir stolz diese Wunden und deutlich kann man die Bildung einer zarten Haut erkennen.

Behandlung:
Die Läsionen an Zehen und Knöchel haben sich geschlossen, Klientin verspürt keine Schmerzen, geht beschwerdefrei in bequemem Schuhwerk ihrer Hausarbeit nach, verrichtet auch wieder die Gartenarbeit und auch längere Spaziergänge verursachen hinsichtlich der Füße keine Probleme. Außerdem ist eine deutliche Reduktion der Ödeme zu bemerken, die Beine und Knöchel nehmen wieder Konturen an. Weiters teilt mir die Klientin mit, dass ihre glykämischen Schwankungen wesentlich seltener und auch nicht so massiv stattfinden. Sie ist jetzt überzeugt, dass sie diese Besserung ihres Gesundheitszustandes der BOWEN-Technik zu verdanken hat.

In all diesen Wochen hat sich der gesundheitliche Allgemeinzustand der Klientin zwar sehr langsam aber stetig verbessert (keine offenen Stellen mehr, kaum Ödeme in den Beinen, Farbe der Lippen statt bläulich wieder fast normal), bis sie mir eben bei der 17. Behandlung mitteilt, dass sie die tägliche Insulindosis ohne gröbere Schwankungen um zwei IE senken konnte. Die Klientin ist über diesen riesengroßen Erfolg sehr erfreut und auch ich schätze mich glücklich, durch die BOWEN-Technik eine Methode gelehrt bekommen zu haben, mit der ich anderen Menschen wirklich helfen kann.

In Absprache mit der Klientin ändere ich ab der 20. Behandlung unser gemeinsames Ziel: Ich will mit der Hinzunahme der Behandlung im Atembereich meiner Klientin auch hier zu einer wesentlichen Besserung verhelfen und gestärkt durch die bereits verbuchten Erfolge sehen meine Klientin und ich mit großer Zuversicht der nächsten Etappe entgegen.

W. L. Gramastetten